My film at the KISFF – 京都国際学生映画祭でフジの作品!

I’m happy to announce that my graduation work LIFE ON SIRIUS was chosen to be one of the works to be shown at the Kyoto International Students Film Festival next month.
It is not only nice to have the movie shown in a theater, but that it happens to be in my beloved old university town where the movie’s story is set.
It will be shown along with Japanese student films and a handful of foreign works, as well. I will attend the screenings on December 3rd and 4th. I am also very excited about watching the works of other students, and look forward to discussing and learning. I know this sounds cheesy, but I really feel this way right now.
The screening of the video will not be in its native HD format, but as an SD video tape. There were technical restrictions on both my side and that of the festival’s management. Nevertheless, if you are around I’d be happy if you drop by to watch my short film.

LOS-CafeSceneScene from “Life on Sirius” ・「シリアスに生きる」の1シーン

私の卒業作品、「シリアスに生きる」が、来月末に開かれる京都国際学生映画祭にて上映されるように選ばれました。
映画館で見せられることだけで嬉しいし、それがむしろ自分が親しくなった京都の街になるとも良かった。作品の舞台設定も京都になってます。

自分の短編映画は日本人学生、そして数が少ない海外の学生たちの作品とともに上映されます。私は12月3・4日の回に出席する予定。他の学生たちの映画、そしてディスカッションと勉強を楽しみにしています、何てね。ありふれた台詞だけど、本当にそう感じますよ。

残念ながら上映はこの映画の元のHD形式でなくSDビデオテープで行われます。映画祭と自分のほうで色々と技術的な制限があって・・・それにもかかわらず、その時見に来れたら気軽に来てください。

Und bin so klug als wie zuvor

GraduateParty

Graduate Party. Japan, Kyôto. 2010 March 22nd

Dass ich einmal ein Kunststudium in Japan abschließen würde, hätte ich mir im hirnfossilierenden Alltag am Wirtschaftsgymnasium in Heidelberg nicht träumen lassen. Der wird mal Chef in einem Unternehmen, meinte damals mein Klassenlehrer. Da ich aber seit jeher eher Lego als Malen nach Zahlen zugeneigt gewesen bin, stehe ich seit Montag letzter Woche mit einem frischen Bachelor of Fine Arts da. Künstler bin ich deshalb leider nicht geworden. Jedoch einer, der mit geschärften Sinnen hinter die Dinge zu blicken versucht, etwas in sich wachsen lässt, und Bilder, Töne und Lichter herauffischt um sie mit andern zu teilen.

Um ehrlich zu sein, stand Kunst nie explizit im Mittelpunkt meiner Interessen. Bin keiner, der jeden Tag neu mit spritzigen Einfällen aufwartet oder einen Eimer Farbe an die Wand wirft und sie signiert. Ich war einfach an Design und Film interessiert und wollte – weil ich Christ aus Liebe bin – ein spirituelles Kino schaffen, Filme, die die Zuschauer auf Reisen mitnehmen.
Inzwischen weiß ich, dass dieses spirituelle Kino schon lange da ist. In den Filmen von Andrei Tarkowski, Pedro Costa, Sergei Paradschanow und vielen anderen. Und nicht nur die Werkmeister des Kinos, aber auch Künstler wie Arvo Pärt, Meredith Monk, Paul Celan oder Hijikata Tatsumi halfen mir auf dem Weg. Die Berührungen mit diesen Persönlichkeiten erweitern Horizonte, sie schulen die Empfindlichkeit für Schönheit, Mitgefühl, die Wertschätzung des Lebens, das Göttliche. Vielleicht ist Kunst im Kern spirituell, weil sie dem Urgrund des menschlichen Wesens entstammt: dem Funken Gott, den jeder in sich trägt. Jener kreativer Funke, der unsere besten Qualitäten aufflammen lässt. Ich weiß es nicht. 
Zeitweise fühlte ich mich weit weg von jener Geistlichkeit, so wie auch meine Glaubensfundamente in den vier Jahren radikal erschüttert wurden. Eine Zeit des Zweifelns, eine Zeit, in der ich eine Umwälzung meiner Weltbilder zulassen musste.

Im dritten Semester verstarben gleich drei meiner Dozenten, darunter der Avantgarde-Dramaturge Ôta Shôgo und der Dokumentarfilmer Satô Makoto. Der Verlust war ein schwerer Schlag für mein Fach Bild- und Bühnenkunst, das zudem noch eine kontroverse Zerteilung in zwei separate Fächer durchlief. Vor allem der bittere Tod Satô-sans hinterließ in mir ein Loch, das zu überwinden mich anderthalb Jahre forderte. Mehr oder weniger gewollt dominierten ‘Tod’ und ‘Abwesenheit’ meine Videos. Nichtdasein – das große Thema Satô-sans.
Die Beschäftigung mit den dunklen Seiten der Macht Psyche korrespondierte auch mit den Sujets meines Hauptdozenten, dem Experimentalfilmer Itô Takashi: Geister, UFOs und außersinnliche Wahrnehmung kontrastierten krass mit dem praxisorientierten Lehrangebot des neuen Fachs für Spielfilmproduktion. Ich befasste mich mit Jungscher Psychoanalyse und dem Kino von Kurosawa Kiyoshi, und insgesamt dem Gespenstischen, das ich mehr und mehr als Manifestation psychischer Wunden begriff.
Die Reise ins Dunkel ließ sich in meinen Bildern festhalten. Schatten, Gegenlicht, leere Räume. Zwei Photographien von Nojima Yasuzô, die Gemälde von Vilhelm Hammershøi als Inspiration. Die tiefen Schatten bergen Potential. Sie verfeinern die Sinne und lassen das Licht je zerbrechlicher umso schöner hervortreten. Filme stehen unseren inneren Bildern, den Erinnerungen, Träumen, der Kindheit am nächsten, dem, was im Unterbewussten verdrängt wallt. Und sie sind fliehend, wie Musik, nur da, wenn sie passieren. Wenn ich Bilder mache, braucht es Zeit, sie Stück für Stück einzuangeln. Ich recherchiere viel, diskutiere, meditiere, bevor sie sich in schmerzhafter Geburt hervorgestalten.

Trotz dieses introvertierten Suchens vergaß ich nicht das Tagesgeschehen. Web 2.0, Obama, Klimawandel… Doch leider scheint für viele Japaner zwischen Kunst und Gesellschaft ein krasser Graben zu liegen. Dozenten spornten uns zu individuellem Streben an (vielleicht weil man hierzulande sonst nicht wirklich lernt, ein Individuum zu werden), und reagierten häufig verdutzt, wenn man mit der sozialen oder politischen Relevanz eines Themas zu überzeugen suchte.

Im letzten Jahr entschied ich mich, einen Abschlussfilm zu drehen, denn es bot sich die einmalige Chance, bei Weltklasse-Regisseur Lee Chang-Dong tiefschürfenden Filmunterricht zu nehmen. Geschichten aus dem eigenen Leben schöpfen – nach dem vielen Psychokram höchst erfrischend. Der Film war passend geeignet dafür, meine oftmals bizarren Alltagserfahrungen als ‘Fremder’ zusammenzufassen.

Zusammengefasst bin ich froh und dankbar für dieses einzigartige Studium. Und vor allem für die Synergien von Film und Bühne, die mein Fach noch bot, mit so vielen wunderbaren und inspirierenden Kommilitonen, Freunden, Dozenten,  Wegbegleitern. Auch wenn man am Grad der akademischen Ausbildung an japanischen Hochschulen einiges bemängeln darf, möchte ich die Erfahrungen, die ich nur hier in Kyôto machen konnte, nicht eintauschen. Und trotz vieler Unklarheiten auch nicht meinen Kunstabschluss. Lasse ich den Blick zurückschweifen, bemerke ich erstaunt, dass mein ursprüngliches Ziel nähergerückt ist.
Wie es weitergehen wird, steht noch offen. Ich will für die nächste Zeit hier arbeiten. Doch der Bankencrash 2008 hat Japans seit über einem Jahrzehnt vor sich hinkränkelnde Wirtschaft abermals einen derben Hieb verpasst. In den Reden der Abschlusszeremonie versäumte keiner der Vortragenden, uns der Fukyô, der Rezession, wegen zu bedauern. Doch einer sagte auch dies: “Depression” sei eine Zeit der inneren Vorbereitung. Japan durchlebt eine qualvolle Zeit des gesellschaftlichen und ökonomischen Umbruchs. Statt wie viele den Kopf hängen zu lassen oder sich an nationalistische Trugbilder zu klammern, müssen wir die Chance zur Neugestaltung ergreifen. In der Tat, ich glaube das Land braucht dringend eine Generalüberholung. Ob es mir gestattet sein wird, wenigstens einen kleinen Teil beizutragen, keine Ahnung. Aber ich glaube, weniger der Leistungskurs BWL als mein Kunststudium wird für die kommende Menschheit von entscheidender Bedeutung sein.

Films do not belong into museums!

I hadn’t had the chance to get to the museum today. My relatives from Northern Japan are here for a visit, and my cousin will join us tomorrow, so I need to take care of them. But Wednesday, the first day of the exhibition, ended with nearly 300 visitors. I observed the two rooms that we students from the Department of Visual and Performing Arts share as a kind of curator. Two days before we transported and prepared the exhibition space with about thirty people. Two teachers, some other colleagues and me were giving instructions and made sure every section is able to work smoothly.

Compared to the exhibitions of the other departments such as architecture, Japanese and Western paintings and the design fields, the Visual and Performing Arts section always pales, no matter how nicely we prepare the screening room… A museum just does not fit for the kind of works we create. There`s a lot to evaluate on for me, and observing the visitors gave me a lot of hints regarding my weaknesses in creating a rigid concept and promotion strategy ( do I sound like a business person here?) for this kind of event. There was much to learn from it though, so I`m glad I had the opportunity. This year we have great equipment and a broad variety of works. And working with the wonderful colleagues and friends I have come to know during the last four years is just terrific. I know I`m going to miss university.

Curating the exhibition ate away all my time that I actually need for finding a job. I cannot even imagine what March is going to be like… but I hope the efforts will pay off in a twist, later…

I did a small contribution to the welcome videos at the entrance counter. We collected over 20 different ones from people from my course. I made Tuesday night:

Graduation Work Exhibition to exhibit graduation works

These days I’m busy preparing the graduation exhibition of my university. I was picked for being the person in charge of managing the planning and execution for my course. I haven’t ever done an exhibition before, so there’s a lot to learn from this experience… one is the confirmation that democratic decision-making does not work in Japan.

The exhibition is going to be held at the Kyôto Municipal Museum of Art in the Okazaki Park area. The final class of my Department of Visual & Performing Arts will be presenting film and theater scripts, comics, photos, installations, performances and a lot of animations, dramatic films and stage videos. My graduation film LIFE ON SIRIUS was selected for my course’s President’s Award this year.
The exhibition is open from 0900 to 1700 hours from February 24th to 28th.

Another event will be the screening of my colleagues’ películas (video bajo el enlace) at the Kyôto Cinema College Week at the end of February. Last year my uni’s Department of Movie Production was staging an “academy award” festival, honoring the best works of our students. It was dominated by one of my elder colleague’s graduation film and the seminar works of people in the second grade. At least my pal Ôtsuki stood out with awards for two films, TEXAS FEVER and BARIQUAND.
Kyôto Cinema is going to screen these works and some more by my friends: YO GA AKERU MADE (“Until Day Break”), “EVER EVER AFTERWARD” and “M-KAI-TÔBÔ” (“Escape to M”). I was involved in the latter one as editor and shot some parts, too. The College Week starts on February 27th and ends March 5th.

MuseumKyôto Municipal Museum of Art (this is just a photo)


近頃は大学の卒業制作展で忙しくしています。私は、映像芸術コースの展覧会の計画と実行を総合担当するように選ばれました。展覧会は一度もやったことなく、学ぶことが多い・・・日本には民主主義的な意思決定はやはり通じないことがその中の一つ。

展覧会は岡崎エリアにある京都市美術館で行われる予定です。映像・舞台芸術学科の最後のクラスは映画・演劇の台本、漫画、写真、インスタレーション、パフォーマンスと数多くのアニーメション、劇映画と舞台記録映像を見せます。私の卒制『シリアスに生きる』は今年の映像コースの〈学長賞〉に選ばれました。
展覧会は2月24−28日、9時から17時まで開いています。

もう一つのイベントは今月末の京都シネマカレッジウィークです。私の大学の映画学科が去年行われた电影节に”アカデミー賞”を受賞した学生の作品が上映されます。去年は、上と下の回生に独占されていていましたが、仲間の大槻君の二本の受賞作品『TEXAS FEVER』と『BARIQUAND』も目立った。
京都シネマはその他にも『夜が明けるまで』『Ever Ever Afterward』と『M界逃亡』という、友人の作品を見せます。後者の編集は私が行い、撮影にも手伝った。カレッジウィークは2月27日に始まり、3月5日に終わります。

EscapeToMEscape to M. One shot the Fuji shot.

Presentations, Day Three


“Uchiage”. Japan, Kyôto. 2010 January 30th.


Der letzte Tag unserer Abschlusspräsentationen mit Double Feature. Morgens die Arbeiten von Lee Chang-Dongs Filmseminar, für die der Meister selbst angereist war, ab Mittag der Spielfilmblock der Graduenten in spe. Sechs Videos, darunter meines, LIFE ON SIRIUS. Die formatbedingte Bildqualität war doch nicht so übel, wie ich befürchtet hatte. Nach der Vorführung gab es gemischte, insgesamt jedoch positive Kritiken. Einige Dozenten bemerkten interessante inhaltliche wie stilistische Punkte, die mir selbst nicht klar gewesen waren. So entdeckte Lee, dass weder in den Innen-noch Außenszenen (die sich abwechseln) der Himmel sichtbar sei, außer einmal als eine Projektion, was den Eindruck der Enge verstärkte. Er riet mir, meine gemischte Identität weiterhin als Waffe anzuwenden.

Viel Gelächter gab es bei HEAVENS’ RAID, dem scharfschießenden Actionkracher meines Kollegen Ôtsuki. In 70 Minuten kam alles vor, was man neben einer Tüte Kartoffelchips für einen trashigen Direct-to-Video-Abend braucht: Todessatelliten, hartgekochte One-Liner, und der finale Faustkampf am Strand. Selbst ich habe einen kleinen Auftritt als Astronaut. Die Dozenten lobten die ungebremste Ambition Ôtsukis.

Drei intensive Tage, manchmal erhellend, manchmal frustrierend, endeten für Studenten wie Dozenten in einem Lokal bei Hyakumanben. Gelegenheit, Kritik zu vertiefen und mitunter auch mit Alkohol wegzugespülen. Im Gespräch mit einer Freundin von der Bühnenkunst zu ihrer Beckett-Installation wurden die Bühne als literarischer Raum  und die diesjährigen Abschlussstücke erörtert, mit anderen besprach ich die Zukunft… die Ahnung, das hier etwas zu Ende ging, pulsierte dumpf zwischen den Worten.

“Alles, was ein Student in vier Jahren gelernt hat, wird in der Abschlussarbeit sichtbar “, sagte letztes Jahr ein Dozent. Wie recht er hatte. Ich hatte dieses Jahr Glück, unter dem strengen Blick Lee Chang-Dongs lernen zu können. Noch bin ich weit davon entfernt, wirklich gute Filme zu machen. Doch es hat sich etwas gefestigt: Die Gewissheit, dass es in my life ohne Bilder nicht geht. In diesen drei Tagen fiel oft das Wort Shisei – Einstellung. Wie ernsthaft geht man an seine Kreation heran? Hat man die Geduld, die Leidenschaft, sein Werk fertigzustellen? Denkt man an sein Publikum? Bei manchen meiner Kommilitonen hatte ich den Eindruck, dass es  ihnen an einem gesunden Selbstbewusstsein fehlte, sie weder an die eigenen Fähigkeiten noch an ihre Kreationen glaubten. Dieser Mangel an innerer Sicherheit ist von Bescheidenheit oder Höflichkeit zu unterscheiden. Man kann und soll sich seiner Talente nicht allzu sicher sein. Aber für jedes Werk, egal ob ein Film, ein Roman, oder eine Sandburg, man braucht den Glauben daran, das Richtige, das Notwendige zu tun. Für diesmal jedenfalls: Stage Cleared!

*

ダブルフィーチャー有りの合評最終日。午前中にはイ・チャンドンの映画ゼミの作品が上映され、マスター自身もわざわざ韓国から旅をして来てくれた。昼からは卒業見込生の劇映画ブロック。6本のビデオ、その中にも自分の『シリアスに生きる』。画質が恐れていたよりも悪くなかった。上映後の批評は様々だったが大体肯定的な感じでほっとした。内容と形式にかんして自分も気付いていなかった点を講師たちが見つけて述べてくれた。例えば室内外の両シーンに空が見えなく、一度投影された画としてしか映らないことにイ先生が気づき、自分の混合されたアイデンティティーをこれからも武器にすることを進めてくれた。

同期の大槻君の狙撃的アクション映画『獅子座の男』はそれとまた別の種類で笑いを招いた。70分の中にポテトチップス以外にVシネの一晩に必要な要素が全て込まれていた――破壊衛生、ハードボイルドなワンライナー、そして海辺での決闘。僕自身も宇宙飛行士としての小登場があった。講師たちは大槻君の恐れ知らずの野心を評価した。お疲れさま店長!

悟りもフラストレーションも含んだ集中的な三日間は教授学生にとって百万遍のお店に終わり、批評を深める、あるいはお酒で流す機会となった。ベッケットのインスタレーションで卒業する舞台芸術の友人とは文学空間としての舞台などについて論じたり、他の友達とは将来のことを話し合ったりした・・・何かが終わりに近づいていく予感がことばの間に脈動していた。

「学生が四年間で学んだことすべてが卒制に現れる」と、ある教授が去年言った。正に。私は今年イ・チャンドンさんの厳しい視線の下に学べて幸福だった。本当にいい映画を作るのにはまだまだ足りていない。しかし、一つのことには確信がついた――映像無しでは生きれない。この三日間で〈姿勢〉ということばが何度も聞こえた。自分の創作に対してどれほど真剣に取り組むか?作品を完成させる根性と情熱は持っているか?観客を意識しているのか?何人かの仲間に、自分の能力と作品にかんして健康的な自身がないような印象を受けた。その内心的安定不足は謙虚や礼儀とは違う。自分の才能には完璧な安心を持つことは良くない。しかしどんな作品を作ろうとしても――映画だの、小説だの、砂の城だの、それぞれには、必要なことをしていると信じる心が大事。今回はとにかく〈ステージ・クリア〉!

Présentationes, Jour Deux

Shishashitsu02

Shishashitsu II. Japan, Kyôto. 2010 January 29th.

Der zweite Tag der Abschlusspräsentationen ist um. Die Prüfungen (falls man bei der laxen Praxis an japanischen Unis überhaupt von solchen reden kann) begannen mit Photos und einem Drehbuch. Das Drehbuch von meiner Kollegin Wama Chihiro ist die Grundlage für den Kinofilm MADE IN JAPAN 〜 KORA!〜, der diesen Herbst anlaufen wird. Mittags folgten Spielfilme, Animationen und Installationen. Unter den vielen kurzen Animationen nutzten allerdings nur drei oder vier Werke wirklich das Wesen des Mediums, um etwas zu erzählen, und die in Bild und Ton eine sorgfältige Umsetzung erfuhren hatten.

Erwähnenswert heute war der halbstündige Spielfilm eines Kollegen, mit dem Titel WATER SLIDE SLOWLY. Außer, dass ein Mann mit einem Blumenstrauß in der Hand auf der Suche nach einem suizidgefährdeten Freund durch Wälder und Ruinen irrt, passiert nicht viel. Wasser fließt, steht, brandet. Einige Dozenten waren äußerst heftig in ihrer Kritik, während vereinzelte Studenten der Arbeit hohe bildgestalterische wie atmosphärische Qualitäten zusprachen. Ich war unter denen, die dem Film Beifall klatschten und begründete dies mit dem offenen Raum, den der unstrukturierte Erzählrhythmus mit den weiten Bildern dem Zuschauer darbietet. Keine Botschaft, kein Wort drängt sich auf, man findet Landschaften zum Meditieren. Der krasse Spalt zwischen Studenten und Dozenten zeigte deutlich unterschiedliche Bildsensibilität und Wertevorstellungen zwischen den Generationen auf. Obgleich die Kritik an dem Werk aus ihrer Sicht verständlich war und eine etwas klarere Inszenierung die Seherfahrung hätte vertiefen können sehe ich diese ehrliche Art von visueller Exploration allemals lieber als die Flucht in infantile Phantasiewelten, von der Teilen der hiesigen Bevölkerung die Rückkehr misslingt.

Morgen ist der letzte Tag, und ich werde meinen Abschlussfilm gegen Mittag zeigen. Lee Chang-Dong aus Korea wird ihn noch einmal unter die Lupe nehmen, sowie die übrigen Dozenten, die ihn noch nicht gesehen haben. Ich wäre guter Dinge, wenn das Video der Projektionsapparat die Konvertierung von digitalem HD auf DV-Band nicht so sehr an mit Verlust an Bildqualität strafen würde. Eine HD-Vorführung vorzubereiten ist zeitlich nicht mehr drin. Ich muss mich mit dem stumpfen Schwert durchschlagen.

*

卒業合評の2日目が過ぎました。今日の試験は(日本のゆるい大学では卒業試験とも言えないと感じるのだが)写真と脚本でスタート。同期の和間千尋さんの脚本は今年秋に劇場公開される映画『MADE IN JAPAN〜こらッ!〜』の元である。昼からは劇映画とアニメーションとインスタレーションが相次いだ。しかし数あるアニメーションのなかには、何かを語るためにアニメーションの本質を駆使し、画も音も丁寧に工夫されていた作品は3、4本しかなかったような印象だった。

今回目立ったのは、ある友人の『Water Slide Slowly』と題された30分位の劇映画。花束を持った男が自殺をはかろうとしている友人を探しながら森や廃墟をさまよう以外ほとんど何も起こらない。水が流れ、止まり、砕ける。先生方の批判が激しい一方、何人かの学生は作品の画作りとムードの高いクオリティーを認めていた。私も拍手をした一人だったが、それは非構成的なナレーションリズ ムが視野の広い画とともに提供するオープン空間で理由づけた。押し付けるメッセージも言葉もなくそこには瞑想できる風景が広まっていた。学生と講師のあいだの極端な裂け目が世代のあいだの異なる映像感受性と価値観をはっきりと示した。彼らの立場からすると指摘された批判は理解でき、もう少し明確な演出も観賞経験をより深めたことにもかかわらず、『Water Slide Slowly』が代表する正直な映像的探検は、幼稚な空想世界への逃亡より目に好ましい。

明日は最後の一日になり、私の出番が来る。韓国のイ・チャンドンは僕の卒業作品をもう一度精査し、まだ観ていない教授の意見も聞ける。プロジェクターが、デジタルHDからSDテープにダウンコンヴァートしたビデオの画質をひどく落とすことになりそうで不安だがHD上映の準備はもはや出来ない。明日は鈍い剣で戦い抜くしかない。

Presentaciones, Día Uno

“Shishashitsu I”. Japan, Kyôto. 2010 January 28th.

Durchgangsstation auf dem Weg nach. Vier Jahre Uni schmilzen zu drei Tagen Augenwischerei und heißer Luft zusammen. Schauplatz ist das “Shishashitsu”, der Vorführraum auf dem Takahara Campus, mit seinen eingepflanzten Kinositzen, dem EV-Soundsystem und Ventilatoren, die aus den Wänden fallen, wenn man zu sehr zieht, für Seh- und Hörerlebnisse auf gediegenem Niveau.
Neununddreißig, die von einst Zweiundvierzig übrig geblieben sind und nach vier Jahren ihre Texte, Dramen, Animationen, Experimente zur Schau stehlen. Es ist die Zeit der letzten Präsentationen und heute war der erschte Tag.

Mit Wörtern ging es los: Drehbücher, Romane, Thesen. Ich hatte ursprünglich auch mit dem Gedanken gespielt, eine These zu schreiben, über Geisterphänomene, aber das werde ich bei Gelegenheit hier tun.

Ab Mittag sahen wir sechs Filme. Bemerkenswert fand ich den Spielfilm IKITEIRU UCHI NI (“Solange wir leben”) von einem Kommilitonen, den ich für einen der begabtesten unseres Jahrganges halte. Nacht, Kriminalität, lakonische, “übriggebliebene” Charaktere waren Elemente, die er in früheren Werken bereits verarbeitet hatte. Seine erzählerischen wie technischen Mittel nutzen die Reduktion ohne einen Moment langweilig zu werden.
Ein zweiteres Highlight war MODE (“Modus”), der Experimentalfilm eines anderen Freundes. Reaktion ist das Stichwort, welches sich durch seine exzentrischen Semidokumentationen zieht. Bizarre Interviews innerhalb seines verschrobenen Bekanntenkreises, urplötzliche Genrewechsel, Zitate aus der Welt des Films und der Musik – Diese Fäden spinnt er zu einer meditativ-hinterlistigen Entdeckungsreise zusammen, bei der pseudointellektuelles Gelaber offengelegt und Raum für sinnfreie Improvisation geschaffen wird.

Es waren diese beiden, bei denen man wirklich eine allmähliche Entwicklung ausmachen konnte und deren Inhalte hängenblieben. Morgen geht es weiter, mit Animationen.

*

今日で四年間の大学での学びが高原校舎の試写室に溶け合い、いよいよ卒業作品の合評の三日間が始まりました。四十人近くの文章、映画、アニメーション、実験がこれでプレゼンされます。

まず第一に四人の学生の脚本、小説、論文が紹介されました。私も、幽霊現象について論文を書くと一時期考えましたが、また今度の仕事にしました。

お昼からは6本の映像が上映されました。そのなかでもっとも目立ったのは友人の『いきてるうちに』という劇映画でした。夜、犯罪、”残された”簡潔な登場人物は、彼の作品によく観られる要素であり、ナレーションの仕方と技術手段が還元的であることにもかかわらず一瞬も退屈を感じさせません。今の世代の人生感覚をよく反映した大事な作品だと思いました。
もう一つのハイライトは別の友人の実験映像『MODE』でした。彼の奇矯な半ドキュメンタリー(映像エッセイと言ってもいい感じがしますが)において重要なキーワードは〈反応〉である。ひねくれた知人仲間からとってきた怪奇なインタービュー、突然のジャンル転換、映画と音楽の世界からの引用——これらの糸を彼は、意味から解放された即興空間を作り出す、瞑想的陰険的探検旅行として結びあわしています。彼らの前作を振り返るとこの二つの作品に徐々の成長が見浮かべ、印象に残りました。

明日はアニメーションが中心になります。

Zielgerade

Als habe man alle Zeit der Welt: mit dem Notebook im Uni-Café sitzen, lesen und schreiben. Die Sonne rutscht mühelos ein wolkenloses Blau herab. An den Tischen ringsumher die bekannten Cafégestalten. Da ist der buckelige kleine Herr, der neulich abends noch laut singend den Fahrradstand ablief und nun ein Buch mit Kalligraphien durchblättert. Hinter einer anderen Säule sitzt der geheimnisvolle Endzwanziger, die Kammzinken seines dünnen Oberlippenbartes stechen bis zum Kinn hinab, er streift jeden Tag im gleichen fliederfarbenen Pullover die Uni nach Lesbarem durch, um sich die Taschen mit  kleinbeschriebenen Notizblättern zu füllen. Herr Li wie immer mit Schlapphut und Militärjacke, draußen, wo das Rauchverbot endet, umschmeichelt von Katzen, die er heute ignoriert. Auch ich habe meinen Stammplatz belegt, auf den grauen Polstern, froh, dass ich den gestrigen Tag nicht im Schneideraum verbringen musste und mal mehr als drei Stunden Schlaf/Nacht abbekam.

Mit zwei Firmenbesichtigungen in Ôsaka und Hyôgo und dem endgültigen Abgabetermin meines Abschlussfilmes gelangte ich diese Woche an die letzte Station vor dem Gipfelkreuz. Mein Abschlusswerk LIFE ON SIRIUS (meine Diplomarbeit sozusagen) ist zu 95% fertiggeschnitten und zu 100% eingereicht. Nächstes Wochenende findet die Vorführung statt, vor dem versammelten Jahrgang und der Dozentenschaft. Ein dreitägiger Kurzfilmmarathon mit offenem Ausgang. Es sei mir erlaubt, durch die Vorschusslorbeeren meiner Hauptdozenten Itô und Lee guter Dinge zu sein. Besonders froh bin ich über die harte Arbeit meiner Tongestalterin und die Farben, die ich diesmal mit Synthetic Aperture (einem After Effects-Plugin) erwirken konnte. Anfang Februar wird der Film hochgeladen, in 720p-HD und Farbe.

Endlich fertig mit dem Film nutzte ich den gestrigen Tag für etwas Muße. Eine Freundin von der Bühnenkunst präsentierte für ihre Graduierung eine aufwendige Installation. Leere Stühle, Fenster, die in Fenster münden, ein Frau, die im Dunkeln Beckett vorliest. Danach nahm ich in dem Christian Fellowship Center ein spontanes Interview mit einer Koreanobolivianerin auf, die ich dort abends zuvor kennengelernt hatte. Den Rest des Abends lesen. Heute muss noch eine Bewerbung raus und danach blättere ich mich durch das Material für die Abschlussausstellung unserer Uni im Februar. Nach dem Etappensieg auf der Zielgeraden noch einmal Gas geben.

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Japan, Kyôto. January 24 2010.

零下X度の夜中撮影

昨日はスタジオ21でのマチャと翠のダンス公演の撮影が終わって友達の卒業作品の撮影に参加しました。夜のシーンが多く、最近は夜10時から朝3時までの作業も少なくない。私はカメラを弄ったり、暗すぎる所を照らしたりして手伝いました。

この2日間、京都に骨に来るような寒さが下り、撮影中にコンビニに寄ってホットカイロを買いました。人生で初めてカイロをシャツの背中と肩の部分に張り、靴の先にも入れて夜中の作業が楽になりました。何時間後の今でも暖かいのはすごい。寒いドイツにもカイロに似たハンドウォーマーが販売されているらしいが、使っている人を見たことはありません。

僕にもまだ卒制の作業——特に音響編集——が多少残っています。一昨日、担当の先生に見せたラッシュにかんしていいコメントを受けました。来週の金曜日にイ・チャンドンさんにも見せますからハングルの字幕を付けるために韓国人の友達に脚本を翻訳してもらいます。イ先生の鋭く厳しい評価を楽しみにしています。

書き出し

サイトを始めてからの数日のあいだ、卒業作品を提出日まで間に合わせるように働いてました。担当教師のための仮の提出だけでも何とか質のいいラッシュを作りたくてぎりぎりまでの作業。だが、映像ファイルの書き出しが非常に予想以上にも時間かかり、結局ZIPで圧縮したファイルを提出し、その後徹夜してDVD Studio Pro、Compressor、Encore、iDVDで何度かの書き出しエラーを通して次の日の昼12時にやっと9GBのHD映像ファイルをSD-DVDサイズに圧縮出来た。一度のレンダリングが4時間を超えてしまうと自分の大切な生存時間がもったいなく感じる。HD映像を使ったDVDオーサリングは初めてのことであり、画質面で妥協をしたくないならブルー・レイにするしかないのでしょうか?

今の時代にわざわざDVDやテープに落とす必要性にも疑いを感じる。ガム一パックの大きさに16GBのメモリーが平気におさまる。いい圧縮方法さえ使えばメモリー・スティック一本に映画数本も可能。アメリカのように、日本のiTunes Storeに映画・テレビシリーズのダウンロード機能が欲しい。

パソコンとテレビでのデジタル映像は構わないが、映画館のデジタル化にたいしては違和感はある。頭をすっきりさせるために、日曜日の夜に京都MOVIXで『2012』を見に行ったときびっくりした——あれはもはやフィルムでなくデジタル上映だったのでは?スクリーンが突然でっかいテレビ画面に見えて、CG地震でサン・ピエトロ大聖堂が銀幕の上に破壊されると同時に今までの映画上映もデジタル革命で潰されて行くことが実感した。フィルムを救え!

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Japan, Kyôto. 16th December 2009

秋田のおばあちゃんからリンゴが届いた。

明日は卒業制作の編集をつづき、夕方には、土曜日にダンス公演の撮影に誘われたから舞台芸術コースの仲間のゲネプロを見に行きます。今日は通し稽古を見てきました。かなりいい。